Instandhaltung Definition: Begriffe einfach erklärt

Rund um die Instandhaltung kursieren viele Begriffe, die im Alltag oft durcheinandergeraten: Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Reparatur. Wer die Instandhaltung Definition sauber kennt, kann technische Abläufe klarer planen, Zuständigkeiten eindeutig zuordnen und Missverständnisse zwischen Technik, Einkauf und Management vermeiden. Dieser Artikel klärt die zentralen Begriffe, ordnet sie nach der gültigen Norm ein und zeigt, worin sich die einzelnen Massnahmen unterscheiden. Er ist bewusst als Nachschlagewerk zu den Begriffen gedacht. Für die praktische Umsetzung in Betrieben findest du an den passenden Stellen weiterführende Beiträge verlinkt.

Das Wichtigste in Kürze zur Instandhaltung Definition

Für alle, die schnell einen Überblick brauchen, hier die Instandhaltung Definition in Kurzform:

  • Instandhaltung ist der Oberbegriff für alle Massnahmen, die den funktionsfähigen Zustand von Maschinen, Anlagen und Geräten erhalten oder wiederherstellen.
  • Sie besteht aus vier Grundmassnahmen: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung.
  • Die Grundlage bildet die Norm DIN 31051, ergänzt durch die europäische DIN EN 13306.
  • Wartung wirkt vorbeugend, Inspektion bewertet den Zustand, Instandsetzung behebt bereits eingetretene Schäden.
  • Nicht zu verwechseln: Instandhaltung ist planbar und umfassend, eine reine Reparatur ist immer reaktiv.

Was ist Instandhaltung? Definition und Bedeutung

Was ist Instandhaltung im Kern? Der Begriff beschreibt die Gesamtheit aller technischen und organisatorischen Massnahmen, die dafür sorgen, dass ein Arbeitsmittel über seinen gesamten Lebenszyklus funktionsfähig bleibt. Dazu zählen Maschinen und Anlagen genauso wie Werkzeuge, Fahrzeuge oder Gebäudetechnik.

Die Instandhaltung Bedeutung reicht dabei weiter als das umgangssprachliche „Reparieren“. Es geht nicht nur darum, einen Defekt zu beheben, sondern vor allem darum, Ausfälle von vornherein zu vermeiden. Was bedeutet Instandhaltung also praktisch? Sie kombiniert vorbeugende und reaktive Tätigkeiten zu einem durchgängigen System, das die Verfügbarkeit sichert und die Lebensdauer verlängert.

Auch die Frage „Was ist eine Instandhaltung?“ lässt sich damit beantworten: Gemeint ist keine einzelne Handlung, sondern ein fortlaufender Prozess über den kompletten Lebenszyklus eines Objekts. Zu den zentralen Aufgaben gehören das Sichern der Verfügbarkeit, das Verlängern der Lebensdauer, das Einhalten von Sicherheits- und Prüfvorgaben sowie das Kontrollieren der Kosten. Diese Aufgaben greifen ineinander, denn eine gut gewartete Anlage fällt seltener aus, verursacht weniger teure Reparaturen und bleibt länger im Einsatz.

Welche konkreten Ziele der Instandhaltung Betriebe damit verfolgen und wie sie diese Schritt für Schritt umsetzen, zeigt der ausführliche Leitfaden zur Instandhaltung.

Definition Instandhaltung nach DIN 31051 im Detail

Die verbindliche Grundlage im deutschsprachigen Raum liefert die DIN 31051. Sie definiert Instandhaltung als Kombination aller technischen und administrativen Massnahmen sowie Massnahmen des Managements während des Lebenszyklus einer Einheit, die dem Erhalt oder der Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands dient.

Entscheidend an dieser Definition ist die Gliederung in vier Grundmassnahmen: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Diese Vierteilung macht die Norm so praktisch, denn sie ordnet jede Tätigkeit eindeutig einem Bereich zu. Ergänzt wird die DIN 31051 durch die europäische Norm DIN EN 13306, die eine einheitliche Terminologie über Ländergrenzen hinweg schafft. Beide Normen beschreiben denselben Kern: Instandhaltung hält den Sollzustand technischer Systeme aufrecht und stellt ihn nach Abweichungen wieder her.

Zwei Begriffe aus der Norm helfen, das Prinzip zu verstehen. Der Sollzustand ist der Zustand, in dem ein Objekt seine Funktion vollständig erfüllt. Der Abnutzungsvorrat beschreibt den verbleibenden Vorrat an Funktionsfähigkeit, der sich durch Nutzung nach und nach aufbraucht. Instandhaltung hat die Aufgabe, diesen Abnutzungsvorrat zu überwachen und rechtzeitig aufzufüllen, bevor er vollständig verbraucht ist und die Anlage ausfällt. Genau an diesem Punkt setzen die vier Grundmassnahmen an.

Was bedeutet Maintenance im englischen Sprachraum?

Im internationalen Kontext begegnet dir statt Instandhaltung meist der Begriff Maintenance. Doch was bedeutet Maintenance genau? Das englische Wort deckt exakt dasselbe Feld ab wie der deutsche Oberbegriff: die Gesamtheit aller Massnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit.

Der Unterschied liegt weniger im Inhalt als in den Teilbegriffen. Im Englischen wird häufig zwischen preventive maintenance (vorbeugend), corrective maintenance (korrektiv) und predictive maintenance (vorausschauend) unterschieden. Diese Begriffe entsprechen den deutschen Instandhaltungsstrategien und tauchen besonders in international ausgerichteten Betrieben und in der Software-Dokumentation auf. Wer die deutschen und englischen Begriffe parallel kennt, findet sich in beiden Welten zurecht.

Die 4 Säulen der Instandhaltung einfach erklärt

Die vier Säulen der Instandhaltung sind das Herzstück der DIN 31051. Sie strukturieren sämtliche Tätigkeiten in vier klar abgegrenzte Grundmassnahmen:

  • Wartung – vorbeugende Pflege, um den Sollzustand zu bewahren
  • Inspektion – Feststellung und Bewertung des Ist-Zustands
  • Instandsetzung – Wiederherstellung nach einem Schaden
  • Verbesserung – Erhöhung der Zuverlässigkeit ohne Änderung der Funktion

 

Diese Einteilung hilft, jede einzelne Tätigkeit richtig zuzuordnen. Die folgenden Abschnitte erklären die vier Grundmassnahmen jeweils im Detail.

Wartung als vorbeugende Instandhaltungsmassnahme

Die Wartung umfasst alle Massnahmen, die den Sollzustand eines Arbeitsmittels bewahren, bevor überhaupt eine Störung auftritt. Dazu gehören Reinigen, Schmieren, Nachstellen oder der Austausch von Verschleissteilen nach festen Intervallen. Wartung ist damit die klassische vorbeugende Grundmassnahme.

Der grosse Vorteil liegt in der Planbarkeit. Weil Wartungsarbeiten nach Zeit, Betriebsstunden oder Herstellervorgaben terminiert werden, lassen sich Stillstände einplanen statt zu erleiden. Genau hier setzen digitale Werkzeuge an: Ein digitaler Wartungsplaner bündelt Intervalle, Checklisten und Fristen an einer Stelle und erinnert automatisch an fällige Aufgaben. So wird aus einer einzelnen Wartungshandlung ein zuverlässiger, wiederkehrender Ablauf.

Inspektion Bedeutung: Was ist Inspektion genau?

Was ist Inspektion, und wie grenzt sie sich von der Wartung ab? Die Inspektion Bedeutung liegt im Feststellen und Bewerten des tatsächlichen Zustands. Anders als die Wartung greift die Inspektion nicht aktiv ein, sondern liefert die Datengrundlage: Wie stark ist ein Bauteil abgenutzt, wo deutet sich ein Problem an, welche Massnahme wird als Nächstes fällig?

Wichtig ist die klare Abgrenzung. Die Inspektion ist etwas anderes als Wartung oder Reparatur und wird häufig gezielt für die Zustandsüberwachung, für Prüfprotokolle und für die Einhaltung gesetzlicher Prüffristen eingesetzt. Die Definition Inspektion beschreibt sie deshalb als reine Bewertungsmassnahme, die Entscheidungen vorbereitet, ohne den Zustand selbst zu verändern. Bei sicherheitsrelevanten Betriebsmitteln ist sie oft Pflicht, etwa im Rahmen der wiederkehrenden Geräteprüfung.

Definition Instandsetzung: Reparatur nach Schaden

Die Definition Instandsetzung ist eindeutig: Sie umfasst alle Massnahmen zur Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands, nachdem ein Schaden bereits eingetreten ist. Während Wartung und Inspektion vorausschauend wirken, ist die Instandsetzung reaktiv. Sie kommt zum Zug, wenn ein Bauteil ausgefallen ist oder nicht mehr innerhalb der Toleranzen arbeitet.

In der Praxis wird die Instandsetzung oft mit dem Begriff Reparatur gleichgesetzt, und tatsächlich bildet die Reparatur ihren Kern. Die Instandsetzung Definition nach DIN 31051 fasst den Begriff jedoch etwas weiter und schliesst auch die vorbereitende Fehlersuche und die abschliessende Funktionsprüfung mit ein. Weil dieses Thema in der betrieblichen Praxis eine grosse Rolle spielt, findest du eine vertiefte Betrachtung im eigenen Beitrag zur Instandsetzung.

Verbesserung als vierte Säule der Instandhaltung

Die vierte Grundmassnahme wird häufig übersehen, ist aber ausdrücklich Teil der Norm: die Verbesserung. Sie bündelt alle Massnahmen, die die Zuverlässigkeit, Sicherheit oder Instandhaltbarkeit eines Objekts erhöhen, ohne dessen ursprüngliche Funktion zu verändern.

Ein Beispiel: Wird ein häufig ausfallendes Bauteil durch eine robustere Variante ersetzt oder eine Schmierstelle so umgebaut, dass sie leichter zugänglich ist, handelt es sich um Verbesserung. Der Unterschied zur Instandsetzung liegt im Ziel. Die Instandsetzung stellt den alten Zustand wieder her, die Verbesserung hebt das Objekt auf ein höheres Niveau.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Modernisierung: Solange die ursprüngliche Funktion unverändert bleibt und nur Zuverlässigkeit oder Wartbarkeit steigen, spricht die Norm von Verbesserung. Wird dagegen eine neue Funktion hinzugefügt, verlässt man den Bereich der Instandhaltung. Über die Zeit senkt eine konsequente Verbesserung die Zahl der Störungen spürbar, weil wiederkehrende Schwachstellen dauerhaft beseitigt werden. Damit schliesst die Verbesserung als vierte Säule den Kreis der vier Grundmassnahmen.

Laufende und mobile Instandhaltung - Unterschiede

Neben den vier Grundmassnahmen tauchen zwei Begriffe auf, die eher die Organisation als die Art der Tätigkeit beschreiben. Die laufende Instandhaltung meint die fortlaufenden, meist kleineren Massnahmen, die im täglichen Betrieb anfallen, etwa regelmässiges Nachstellen oder kleinere Korrekturen. Sie steht im Gegensatz zu grösseren, geplanten Instandhaltungsprojekten wie Generalüberholungen.

Die mobile Instandhaltung wiederum beschreibt keinen anderen Massnahmentyp, sondern die Art der Durchführung. Techniker erfassen Aufträge, Zustände und Rückmeldungen direkt vor Ort per App, statt später am Schreibtisch. Gerade bei verteilten Standorten oder Aussendiensteinsätzen spart das Zeit und reduziert Übertragungsfehler.

Unterschied Instandhaltung und Instandsetzung

Der Unterschied Instandhaltung und Instandsetzung sorgt besonders häufig für Verwirrung, weil die Begriffe ähnlich klingen. Die Auflösung ist aber einfach: Instandhaltung ist der Oberbegriff, Instandsetzung ein Teil davon. Wer von Instandhaltung Instandsetzung spricht, meint also ein Ganzes und einen seiner Bausteine.

Konkret bedeutet das: Die Instandhaltung umfasst alle vier Grundmassnahmen, während die Instandsetzung nur eine davon ist, nämlich die reaktive Wiederherstellung nach einem Schaden. Der zeitliche Bezug macht den Unterschied greifbar. Instandhaltung begleitet ein Objekt vorausschauend über seinen gesamten Lebenszyklus. Die Instandsetzung setzt erst ein, wenn ein Defekt bereits vorliegt.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

Kriterium

Instandhaltung

Instandsetzung

Ebene

Oberbegriff

Teilbereich

Zeitpunkt

vorausschauend über den Lebenszyklus

erst nach einem Schaden

Ausrichtung

vorbeugend und reaktiv

ausschliesslich reaktiv

Umfang

Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Verbesserung

nur Wiederherstellung

Ziel

Ausfälle vermeiden

Funktion wiederherstellen

 

Für Betriebe hat diese Abgrenzung praktische Folgen. Wer stark auf Instandsetzung angewiesen ist, arbeitet überwiegend reaktiv und trägt ein höheres Ausfallrisiko. Ein ausgewogenes Instandhaltungskonzept verschiebt den Schwerpunkt auf Wartung und Inspektion und hält ungeplante Instandsetzungen so gering wie möglich.

Unterschied Wartung und Instandhaltung erklärt

Genauso oft wird nach dem Unterschied Wartung und Instandhaltung gefragt. Auch hier gilt das Ober- und Unterbegriff-Prinzip: Wartung ist eine der vier Säulen, Instandhaltung das übergeordnete System. Wer also Wartung und Instandhaltung gleichsetzt, verwechselt einen Teil mit dem Ganzen.

Der Instandhaltung Wartung Unterschied lässt sich an der Reichweite festmachen. Die Wartung beschränkt sich auf vorbeugende Pflege, um den Sollzustand zu bewahren. Die Instandhaltung geht darüber hinaus und schliesst zusätzlich Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung ein. Jede Wartung ist damit Instandhaltung, aber nicht jede Instandhaltung ist Wartung.

Das gilt auch bei der Wartung und Instandhaltung von Maschinen: Die planmässige Pflege einer Maschine ist Wartung, das Prüfen ihres Zustands ist Inspektion, das Beheben eines Defekts ist Instandsetzung. Erst zusammen ergeben diese Tätigkeiten die vollständige Instandhaltung. Wer diese Definition Wartung Instandhaltung sauber trennt, kann Aufgaben präziser dokumentieren und Verantwortlichkeiten klarer verteilen.

 

Kriterium

Wartung

Instandhaltung

Ebene

eine der vier Säulen

Oberbegriff

Aufgabe

Sollzustand bewahren

Zustand erhalten und wiederherstellen

Wirkung

ausschliesslich vorbeugend

vorbeugend und reaktiv

Beispiele

Reinigen, Schmieren, Teiletausch

Wartung plus Inspektion, Instandsetzung, Verbesserung

 

Kurz gesagt: Wartung ist ein fester Bestandteil der Instandhaltung, deckt aber nur den vorbeugenden Teil ab. Sobald Zustandsbewertung, Reparatur oder Optimierung hinzukommen, spricht man vom umfassenderen Begriff der Instandhaltung.

Arten der Instandhaltung: Strategien im Vergleich

Über die vier Grundmassnahmen hinaus lassen sich verschiedene Arten der Instandhaltung nach ihrer Strategie unterscheiden, also danach, wann und warum eine Massnahme ausgelöst wird. Neben den unten erklärten Hauptstrategien existieren Sonderformen wie die autonome Instandhaltung, bei der Bediener einfache Aufgaben selbst übernehmen, sowie die dezentrale und die intervallabhängige Instandhaltung. Einen umfassenden Vergleich aller Ansätze bietet der Beitrag zu den Instandhaltungsstrategien.

Präventive und prädiktive Instandhaltung Definition

Die präventive Instandhaltung Definition beschreibt eine geplante Strategie, bei der Massnahmen in festen Abständen erfolgen, bevor eine Störung eintritt. Grundlage sind Zeitintervalle, Betriebsstunden oder Herstellerempfehlungen. Der Vorteil ist die hohe Planbarkeit, der Nachteil ein möglicher Mehraufwand, wenn Teile getauscht werden, obwohl sie noch funktionieren. Wie sich dieser Ansatz umsetzen lässt, zeigt der Beitrag zur vorbeugenden Instandhaltung.

Einen Schritt weiter geht die prädiktive Instandhaltung Definition. Hier lösen nicht starre Intervalle die Massnahme aus, sondern Sensordaten und Analysen, die eine Störung vorhersagen, bevor sie eintritt. Diese vorausschauende Strategie gilt als Kern von Industrie 4.0, weil sie Wartung genau dann durchführt, wenn sie tatsächlich nötig ist.

Korrektive und zustandsorientierte Instandhaltung

Die korrektive Instandhaltung Definition bildet das Gegenstück zur präventiven Strategie. Massnahmen werden erst nach einem Ausfall durchgeführt, das Bauteil läuft also bewusst bis zum Defekt. Für unkritische Komponenten kann das wirtschaftlich sein, bei wichtigen Anlagen ist das Ausfallrisiko jedoch hoch.

Dazwischen liegt die zustandsorientierte Instandhaltung Definition. Hier bestimmt der gemessene Ist-Zustand den Zeitpunkt der Massnahme: Erst wenn Inspektionen oder Sensoren einen kritischen Verschleiss anzeigen, wird eingegriffen. Diese Strategie verbindet die Wirtschaftlichkeit der korrektiven mit der Sicherheit der präventiven Instandhaltung und nutzt Ressourcen gezielt dort, wo sie gebraucht werden.

Instandhaltung in der Praxis: Beispiele und Prozess

Wie sehen diese Begriffe in der Realität aus? Ein typisches Instandhaltung Beispiel ist eine Produktionsmaschine, die regelmässig geschmiert (Wartung), monatlich geprüft (Inspektion) und nach einem Lagerschaden repariert wird (Instandsetzung). Weitere Beispiele finden sich überall dort, wo Technik im Einsatz ist, von der Fertigungslinie über den Fuhrpark bis zur Gebäudetechnik.

Ein zweites Beispiel aus dem Werkzeugbereich macht das Zusammenspiel deutlich: Ein Akkuschrauber wird nach jedem Einsatz gereinigt und geladen, sein Zustand wird bei der wiederkehrenden Elektroprüfung bewertet, und ein defekter Akku wird ersetzt. Auch hier greifen Wartung, Inspektion und Instandsetzung nahtlos ineinander. Genau dieses Muster wiederholt sich bei nahezu jedem Arbeitsmittel, unabhängig von Branche oder Grösse des Betriebs.

Ein wichtiger praktischer Faktor sind die Instandhaltungskosten. Sie setzen sich aus geplanten Ausgaben für Wartung und Inspektion sowie aus ungeplanten Kosten für Instandsetzungen zusammen. Je besser die vorbeugenden Massnahmen greifen, desto geringer fallen die teuren, ungeplanten Instandsetzungskosten aus. Eine strukturierte Erfassung aller Arbeitsmittel schafft dafür die Grundlage, etwa über eine digitale Betriebsmittelverwaltung.

Instandhaltungsprozess: Ablauf Schritt für Schritt

Der Instandhaltungsprozess folgt in den meisten Betrieben einem wiederkehrenden Ablauf:

  • Zustand erfassen – per Inspektion oder Sensordaten den Ist-Zustand bestimmen
  • Massnahme planen – Art, Zeitpunkt und benötigte Ressourcen festlegen
  • Durchführen – Wartung, Instandsetzung oder Verbesserung ausführen
  • Prüfen – Funktionsfähigkeit nach der Massnahme kontrollieren
  • Dokumentieren – alle Schritte lückenlos festhalten

 

Gerade der letzte Schritt ist entscheidend. Eine saubere Dokumentation macht Massnahmen nachvollziehbar, erfüllt Prüfpflichten und liefert die Datenbasis, um den gesamten Prozess kontinuierlich zu verbessern.

Technische und digitale Instandhaltung im Wandel

Der Begriff technische Instandhaltung fasst alle handwerklich-technischen Tätigkeiten an Maschinen und Anlagen zusammen. Sie bildet die klassische Grundlage jedes Instandhaltungskonzepts. Zunehmend verschiebt sich der Schwerpunkt jedoch hin zur digitalen Instandhaltung, bei der Software die Planung, Steuerung und Dokumentation übernimmt.

Die digitale Instandhaltung ersetzt Zettelwirtschaft und verstreute Tabellen durch eine zentrale Datenbasis. Fristen, Checklisten und Prüfprotokolle liegen an einer Stelle, Auswertungen entstehen automatisch. Welche Funktionen eine passende Lösung mitbringen sollte und wie sich Anbieter unterscheiden, zeigt der Überblick zur Instandhaltungssoftware.

Instandhaltungspflichten und rechtliche Vorgaben

Neben Norm und Technik spielen auch die Instandhaltungspflichten eine Rolle. Sie legen fest, wer für den ordnungsgemässen Zustand eines Objekts verantwortlich ist. Im gewerblichen Umfeld ergeben sich solche Pflichten aus Arbeitsschutz, Betriebssicherheit und den vorgeschriebenen Prüffristen für Betriebsmittel.

Im Mietrecht wird die Zuständigkeit gesetzlich geregelt. Nach § 535 BGB muss der Vermieter die Mietsache in einem gebrauchsfähigen Zustand halten, woraus sich die Instandhaltungspflicht des Vermieters ableitet. Für technisch geprägte Betriebe steht dieser mietrechtliche Aspekt zwar selten im Vordergrund, es ist aber gut zu wissen, dass die Instandhaltung Gebäude betreffend eigene rechtliche Grundlagen hat.

Wichtig ist in jedem Fall, unterlassene Instandhaltung zu vermeiden. Werden fällige Massnahmen aufgeschoben, drohen nicht nur höhere Folgekosten durch grössere Schäden, sondern auch Haftungsrisiken bei sicherheitsrelevanten Mängeln. Eine lückenlose Dokumentation ist deshalb auch aus rechtlicher Sicht der beste Schutz.

Fazit: Instandhaltung Definition auf den Punkt

Die Instandhaltung Definition lässt sich auf eine klare Struktur zurückführen: Instandhaltung ist der Oberbegriff für alle Massnahmen, die den funktionsfähigen Zustand eines Arbeitsmittels erhalten oder wiederherstellen. Nach DIN 31051 gliedert sie sich in Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Wartung und Inspektion wirken vorbeugend, die Instandsetzung reaktiv, die Verbesserung hebt das Objekt auf ein höheres Niveau.

Wer diese Begriffe sauber trennt, erkennt auch die häufig verwechselten Unterschiede sofort: Wartung ist ein Teil der Instandhaltung, Instandsetzung ebenso. Damit lassen sich Aufgaben eindeutig zuordnen, Kosten besser steuern und rechtliche Pflichten sicher erfüllen. Die begriffliche Klarheit ist die Grundlage, um Instandhaltung anschliessend auch praktisch effizient umzusetzen.

Instandhaltung ist der Oberbegriff für alle Massnahmen, die den Zustand eines Arbeitsmittels erhalten oder wiederherstellen. Die Reparatur ist nur ein Teil davon und gehört zur Instandsetzung. Sie wird erst nach einem Schaden durchgeführt, während Instandhaltung vorausschauend über den gesamten Lebenszyklus wirkt und Ausfälle von vornherein vermeiden soll.

Erhaltung beschreibt allgemein das Ziel, den funktionsfähigen Zustand eines Objekts zu bewahren. Instandhaltung ist der konkrete, in der DIN 31051 genormte Fachbegriff dafür und umfasst vier Grundmassnahmen: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Erhaltung benennt also den Zweck, Instandhaltung liefert das strukturierte System aus Massnahmen, um diesen Zweck zu erreichen.

Wartung ist eine der vier Säulen der Instandhaltung und wirkt rein vorbeugend, etwa durch Reinigen, Schmieren oder den Austausch von Verschleissteilen. Instandhaltung ist der übergeordnete Begriff und schliesst zusätzlich Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung ein. Jede Wartung ist damit Instandhaltung, aber nicht jede Instandhaltung ist Wartung.

Häufig werden drei Grundstrategien unterschieden: Die präventive Instandhaltung erfolgt geplant in festen Intervallen, bevor eine Störung eintritt. Die korrektive Instandhaltung greift erst nach einem Ausfall. Die zustandsorientierte Instandhaltung richtet sich nach dem gemessenen Ist-Zustand und wird fällig, sobald Inspektionen oder Sensoren einen kritischen Verschleiss anzeigen.

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